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Ausgabe vom 19. August 2026. Zahlen und Fristen stehen auf dem Stand dieses Tages.
 
Ladefreunde

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Hallo zusammen,

in der letzten Ausgabe ging es um 2012 und darum, was eine Regeländerung mit einer Branche macht. Heute um die Frage, die davor liegt: Worauf stützt sich eigentlich, wer solche Regeln macht?

Auf Studien. Und die kommen selten aus einer Hochschule. Meistens von einer Handvoll großer Beratungshäuser, beauftragt von Verbänden, Unternehmen oder Ministerien.

Ob das standhält, lässt sich prüfen, sobald genug Zeit vergangen ist. Genau das hat Henrik te Heesen, Professor für erneuerbare Energien am Umwelt-Campus Birkenfeld, am 13. August getan: elf Jahrgänge Studien von BCG, McKinsey, PwC, Deloitte, KPMG und EY, gehalten gegen die Zahlen für 2025.

Das Ergebnis hat zwei Hälften

Die erste spricht für die Studien. Dass der Netzausbau zum Engpass wird, stand früh in den Papieren und ist eingetreten. Auch die Kosten für die Eingriffe, mit denen Netzbetreiber Erzeugung und Last verschieben, wurden gut geschätzt.

Die zweite betrifft alles, was mit Nachfrage zu tun hat. Ein Beispiel, an dem alles Weitere hängt: Angenommen wurde ein Großhandelspreis von rund 200 Euro je Megawattstunde. Tatsächlich waren es 2025 rund 90.

Wer mit 200 rechnet, bekommt andere Antworten auf jede Frage, die danach kommt. Was sich lohnt, was nicht, welche Anlage gebaut werden muss und welche man sich sparen kann.

Elf Jahrgänge Prognosen — und was davon gehalten hat →

Vier Vorgänge aus diesem Jahr

Im Blogpost stehen sie mit Datum und Quelle. In Kurzform:

Ein Energiekonzern lieferte dem Wirtschaftsministerium im Januar Vorschläge, wie die geplanten Kraftwerksausschreibungen zu gestalten wären — zulasten von Batteriespeichern. Ins Lobbyregister kam das Papier erst nach einer Presseanfrage im April.

Eine Studie zur regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare steht seit April auf der Ministeriumsseite, ohne Mitteilung. Ihr Ergebnis: Der Ausbau kann die Wertschöpfung in den Regionen verdoppeln.

Für externe Beratung sind Millionenbeträge veranschlagt — kritisiert wurde das im Haus selbst, weil die Fachleute dort sitzen.

Und im Monitoringbericht zur Energiewende kommen Batteriespeicher praktisch nicht vor.

Warum uns das angeht

Wir arbeiten an einer einzigen Stunde: der, in der Wind und Sonne mehr liefern, als gebraucht wird, und in der Anlagen deshalb abgeregelt werden.

Diese Stunde existiert in einem Modell nur, wenn Speicher und verschiebbare Last darin vorkommen. Fehlen sie in der Annahme, fehlen sie im Ergebnis — und was aus dem Ergebnis folgt, ist eine Kraftwerksliste.

Das Gute daran: Hier fehlt am wenigsten. Die Daten sind gemessen, veröffentlicht und nachprüfbar. Es braucht keine weitere Studie, um die nächste Entscheidung besser zu treffen.

Zwei Hörempfehlungen

Die Folge, um die es oben geht. Henrik te Heesen geht die Studien einzeln durch, Haus für Haus, Jahrgang für Jahrgang. Eine Dreiviertelstunde, und danach liest man jede Zahl in einer Pressemitteilung anders.

Was Beraterstudien zeigen →

Ein Fund aus dem Archiv. Ihr habt uns mehrfach gefragt, womit man tiefer in das Thema einsteigt — hier ist die Empfehlung. Hans Schäfers, Professor für intelligente Energiesysteme an der HAW Hamburg, erklärt den Umbau des Energiesystems als Einstiegsvorlesung: wie Erzeugung, Netz und Verbrauch zueinander stehen und was daraus für die Verbrauchsseite folgt. Der Vortrag ist Jahre alt. Beim Hören merkt man vor allem, wie wenig von dem, was heute als offene Frage verhandelt wird, damals eine war.

Die Energiebranche im Wandel →

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