Hallo zusammen!
Heute geht es ausnahmsweise nicht um Paragraphen, sondern um deine Küche. Zwei Dinge, die jede:r ab heute Nachmittag anders machen kann — ganz ohne neuen Tarif, ohne neue Politik.
Wer profitiert von der Energiewende? Alle — nicht nur E-Auto-Fahrer:innen. Dieser Newsletter zeigt, warum: Der wichtigste Hebel steht bei dir zu Hause und heißt Spülmaschine.
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Wo wir stehen
| Aktueller Stand | 1.195 Unterschriften | | Etappenziel | 1.500 (Vorstufe Bundestags-ePetition) | | Bundestags-Ziel | 30.000 (Mitzeichnungsfrist 6 Wochen) |
Danke an alle, die in den letzten Tagen weitergeleitet und gezeichnet haben. Jede Stimme zählt — und jede, die du weiterreichst, doppelt.
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Teil 1 Wie viele Hemden bügelt ein Windrad?
● Wäsche am Windrad · KI-generierte Illustration
Stell dir vor, du hängst deine Wäsche vor ein Windrad. Klingt albern — ist aber im Kern genau die Frage, um die es geht: Wann genau ist der Strom in deiner Steckdose wirklich grün?
Antwort: nicht der Tarif entscheidet das, sondern die Uhrzeit. Strom „weiß" nicht, woher er kommt — aus der Dose fließt immer der deutsche Strommix dieser Stunde. Und der schwankt enorm.
Die Sommer-Daumenregel (April bis September):
▸ 11 bis 15 Uhr: Solar-Peak. Hier läuft der physikalisch grüne Strom. Genau jetzt sind die großen Verbraucher dran — alles, was mit Wärme oder Kälte zu tun hat: Backofen, Herd, Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner, Bügeleisen.
▸ 6 bis 9 Uhr und 17 bis 22 Uhr: Verbrauchsspitze, Sonne weg oder schwach — der Mix ist deutlich fossiler geprägt. Wenn es sich verschieben lässt: meiden.
Und der beste Wochentag dafür ist heute. An Sommer-Sonntagen ruht die Industrie, aber nicht die Sonne: wenig gewerblicher Verbrauch trifft auf viel Photovoltaik. Das ist fast immer ein Überschuss-Tag, an dem Strom zeitweise sogar zu negativen Preisen gehandelt wird. „Am siebten Tage sollst du ruhen" — die Spülmaschine darf trotzdem laufen, sie tut es dann sogar besonders grün. Du liest diese Mail an einem Sonntagmorgen. Der gute Moment ist also: jetzt.
Im Winter gilt die Regel nicht — dann kommt das grüne Fenster eher aus dem Wind, oft nachts oder bei Sturmtief. Dafür gibt es ein kostenloses Werkzeug, mit dem du in 60 Sekunden siehst, was gerade jetzt im Netz passiert: die Energy Charts vom Fraunhofer ISE.
Wie man die fünf Diagramme liest, ohne Energie-Studium — und welche vier Faustregeln im Alltag wirklich tragen — steht im Blog:
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Teil 2 „Ich hab doch Ökostrom!"
● Balkonkraftwerk am Geländer · KI-generierte Illustration
Viele von uns haben einen Ökostrom-Tarif abgeschlossen, in dem guten Glauben, damit komme grüner Strom aus der Leitung. Die unbequeme Wahrheit: Tarif und physikalischer Strom sind komplett entkoppelt. Was die meisten Tarife liefern, ist ein Herkunftsnachweis — überwiegend für norwegische Wasserkraft, die ohnehin läuft, ob mit oder ohne Zertifikat.
Das gilt nicht pauschal für alle Versorger: Es gibt echte Ökostrom-Tarife mit Neuanlagen-Pflicht (Grüner Strom Label, ok-power). Aber der reine Umetikettierungs-Tarif reizt kaum eine neue Erneuerbaren-Anlage an.
Wir haben die Frage durchgerechnet, die du dir vermutlich auch stellst: Was bringt mein Geld der Umwelt mehr — der Ökostrom-Aufpreis oder ein Balkonkraftwerk? Das Ergebnis auf einen Blick:
| Wohin dein Geld wirkt | Ökostrom-Aufpreis ≈ 45 € pro Jahr · reiner Herkunftsnachweis-Tarif Zusätzlich vermiedenes CO₂ ≈ 0 kg / Jahr Finanziert praktisch keine neue Anlage | gegenüber | Balkonkraftwerk ≈ 400 € einmalig · rund 9 Jahresaufpreise Echter Solarstrom + vermiedenes CO₂ ≈ 285 kg / Jahr rund 750 kWh/Jahr · etwa 7 t CO₂ über 25 Jahre |
| | In einem Satz: Ein Jahr Ökostrom-Aufpreis bewegt fast nichts — derselbe Betrag, einmalig in ein Balkonkraftwerk gesteckt, liefert 25 Jahre lang echten Solarstrom. |
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Die vollständige Rechnung mit allen Annahmen, Quellen und der Frage, welcher Tarif wirklich Klima-Mehrwert schafft, steht im Blog:
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Warum das zu unserer Petition gehört
Heute musst du selbst hinschauen und dein Verhalten verschieben. Genau dieses Marktsignal — jetzt ist Strom im Überfluss da — fordert unsere Petition bis an die Schnellladesäule durchzureichen: Nutzen statt Abregeln. Dein heutiges Verhalten ist die Vorhut. Der Mechanismus dahinter ist das politische Ziel.
Petition zeichnen, falls noch nicht · Empfehlungs-Link
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Aus unserem Podcast-Regal
● „Solar und Wind haben ein riesiges Problem" · Doktor Whatson (YouTube)
Passend dazu eine Empfehlung: „Solar und Wind haben ein riesiges Problem" von Doktor Whatson. Verständlich erklärt, dass das eigentliche Problem von Solar und Wind nicht die Erzeugung ist, sondern Speicherung und Flexibilität — was Dunkelflaute wirklich bedeutet, wie viel Speicher das Netz braucht und was die Politik plant. Genau die Lücke, an der unser Laderabatt und die fahrenden Akkus ansetzen.
Video ansehen · mehr in unserer Podcast-Sektion
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❦ Energiewende er-fahrbar machen, ladeFreun.de dazu ein!
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