Hallo zusammen,
heute schauen wir über den Zaun — in fünf beliebte Urlaubsländer: Wie treiben sie ihre Energiewende voran, und was können wir daraus lernen? Jedes hat eine eigene Mischung aus Wind, Sonne, Wasser und Speichern, eigene Stärken und eigene Lücken. Am Ende läuft alles auf dieselbe Frage hinaus, die auch uns umtreibt: Wohin mit dem Strom, wenn viel davon da ist?
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1. Dänemark — der Windpionier
Kein Land setzt so konsequent auf Wind: Zeitweise erzeugen dänische Turbinen mehr Strom, als das Land verbraucht. Eigene Speicher hat Dänemark kaum — dafür ein dichtes Netz von Stromleitungen zu allen Nachbarn, über das Überschuss exportiert und bei Flaute importiert wird. Flexibilität per Leitung statt Abregelung.
2. Griechenland — Sonne, Inseln und der Engpass
Griechenland baut Solar und Wind in hohem Tempo aus — so schnell, dass der Strom immer öfter im Überfluss da ist: 2025 gab es 483 Stunden mit Null- oder Negativpreisen, fast dreimal so viele wie im Jahr davor. Gleichzeitig wurde fast eine Terawattstunde sauberer Strom abgeregelt. Genau unser Thema.
3. Italien — Wärme aus der Tiefe
Ein Exkurs in die Toskana: In Larderello läuft seit über hundert Jahren das älteste Geothermie-Kraftwerk der Welt. Heute liefert die Erdwärme dort einen spürbaren Teil des regionalen Stroms — rund um die Uhr, wetterunabhängig. Eine Erinnerung daran, dass die Energiewende viele Quellen hat.
4. Türkei — Wasserkraft, Solar-Boom und Togg
Die Türkei kombiniert große Wasserkraft mit einem rasanten Solar- und Windausbau und baut parallel einen Batteriespeicher-Markt auf. Sogar ein eigenes E-Auto rollt inzwischen vom Band. Ein Markt, der von hinten mächtig Tempo macht.
5. Kroatien — Adria-Wind und EU-Netz
Wasserkraft als Rückgrat, Wind an der Adria, Solar im schnellen Aufholen — und ein Pumpspeicher, der Schwankungen ausgleicht. Eingebettet ins europäische Verbundnetz zeigt Kroatien, wie kleinere Länder die Wende im Verbund stemmen.
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Und was hat das mit uns zu tun?
Alles. Egal ob dänischer Wind, griechische Sonne oder toskanische Erdwärme — überall entsteht dasselbe Muster: Es gibt Stunden mit viel erneuerbarem Strom und Stunden mit wenig. Wer in den Überfluss-Stunden keine Abnehmer hat, regelt ab oder zahlt drauf. Die klügste Antwort ist nicht zuerst „mehr Erzeugung", sondern den vorhandenen Überschuss nutzen — über Speicher und flexible Verbraucher. Genau das ist unsere Forderung: Die zeitliche Erweiterung des §13k EnWG macht diesen Überschussstrom an der Ladesäule nutzbar, statt ihn wegzuwerfen. Erst nutzen, dann speichern — diesseits und jenseits der Grenze.
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Sonnige Grüße, das Ladefreunde-Team
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