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Ausgabe vom 14. Juni 2026. Zahlen und Fristen stehen auf dem Stand dieses Tages.
 

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Hallo zusammen,

heute geht es um einen Speicher, der bei vielen von euch schon in der Einfahrt steht: das eigene Auto. Ein E-Auto trägt eine Batterie, die einen Haushalt tagelang versorgen könnte — und die meiste Zeit steht sie ungenutzt herum. Die Idee, diese Batterie dem Stromnetz zu leihen, ist alt. 2026 wird sie in Deutschland endlich praktisch. Sechs kurze Geschichten, ein roter Faden — und am Ende sind wir wieder bei dem, wofür wir hier alle unterschreiben.

1. „Umsonst fahren"? Das Versprechen wird einlösbar

Herbert Diess, der frühere VW-Chef, wirbt seit Jahren dafür: Das Auto lädt, wenn Strom billig ist, und gibt etwas zurück, wenn er teuer ist — unterm Strich fast kostenlos fahren. Lange war das in Deutschland verboten, weil rückgespeister Strom doppelt mit Abgaben belastet wurde. Seit der Gesetzesänderung vom November 2025 fällt diese Hürde. Seit Februar 2026 gibt es das erste offizielle Angebot. Aus der Vision wird ein Geschäftsmodell.

Umsonst fahren? Diess und das Ende einer langen Blockade →

2. Das 700.000-Boxen-Eigentor

Zwischen 2020 und 2021 förderte der Staat fast 700.000 private Wallboxen mit je 900 Euro — eine gute Sache. Nur: Keine davon musste rückspeisefähig sein. Jetzt, wo das Auto-als-Speicher endlich erlaubt ist, steht in Hunderttausenden Einfahrten Hardware, die genau das nicht kann. Ein Lehrstück darüber, wie gut gemeinte Förderung den nächsten Schritt verteuert.

Wie fast 700.000 geförderte Wallboxen den Bidi-Start ausbremsen →

3. Warum die Steckdose über die Macht entscheidet

Strom kommt als Wechselstrom, der Akku speichert Gleichstrom — irgendwo dazwischen wird umgewandelt. Wo genau, entscheidet, wer den Ladevorgang steuert und wer daran verdient: zu Hause an der Wallbox oder draußen an der Schnellladesäule. Ein kurzer Blick hinter die Steckdose, der überraschend viel über den Strommarkt verrät.

DC oder AC? Wo dein Auto den Strom verwandelt →

4. Der gelbe Beweis, dass es funktioniert

In den USA tun es ausgerechnet die altbekannten gelben Schulbusse vor: Elektrisch fahren sie morgens die Kinder zur Schule — und speisen in den langen Standzeiten Strom zurück ins Netz. Ein einzelnes Depot wird so zum kleinen Kraftwerk, und die Schulbezirke verdienen damit Geld. Über 8.500 saubere Schulbusse sind schon gefördert.

Gelbe Stromspeicher: wie Amerikas Schulbusse das Netz stabilisieren →

5. Und der Blick über den Tellerrand

Während wir hier über Wallboxen und Rückspeisung reden, schreibt die Elektromobilität anderswo ihre eigene Geschichte — von unten. In den Städten Indiens, Pakistans und Thailands erobert das elektrische Tuktuk die Straßen: leise, günstig im Betrieb, oft ganz ohne großes Förderprogramm. Drei Länder, drei Wege, ein Muster — der Umstieg passiert dort, wo er sich für die Menschen rechnet.

Drei Länder, drei Wege: wie das E-Tuktuk Asiens Straßen erobert →

6. Und wo stehen wir in Europa?

Frankreich verkauft V2G schon kommerziell, Großbritannien sammelt seit 2018 Praxiserfahrung, die Niederlande betreiben Europas erstes V2G-Carsharing — und Deutschland steht am Anfang der Liste. Sieben Länder im Vergleich zeigen: Entscheidend ist nicht die Technik, sondern ein verlässliches Preissignal. Mit einem überraschenden Befund — das Land mit dem höchsten E-Auto-Anteil der Welt hinkt bei V2G hinterher.

Bidirektionales Laden in Europa: wer ist wie weit? →

Und was hat das mit uns zu tun?

Alles. Das Auto-als-Speicher ist die Kür — der erste Schritt ist viel einfacher. Damit sich das Rückspeisen lohnt, muss überhaupt erst ein Preissignal an der Ladesäule ankommen: günstig laden, wenn Wind und Sonne den Strom im Überfluss liefern, statt ihn abzuregeln. Genau das ist unsere Forderung — die zeitliche Erweiterung des §13k EnWG. Sie ist die Vorstufe, auf der das Auto als rollender Speicher erst Sinn ergibt. Erst den Überschuss nutzen, dann speichern. Die Batterien stehen längst bereit — sie tragen Räder.

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