Hallo zusammen,
heute geht es um die dicksten Kabel der Welt — und um die Frage, ob man sie überhaupt alle braucht. Rund um den Globus werden Stromleitungen von atemberaubender Länge gebaut, um Strom von dort, wo er entsteht, dorthin zu bringen, wo er gebraucht wird. Das ist beeindruckend, teuer und dauert oft Jahrzehnte. Vier Geschichten — und am Ende die Frage, ob es nicht auch kürzer geht.
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1. Das längste Stromkabel der Welt
Von der Wüste Marokkos bis nach England: ein Seekabel über fast 4.000 Kilometer, gespeist aus 11,5 Gigawatt Solar und Wind, für rund 20 bis 25 Milliarden Pfund. Ein faszinierendes Projekt — das die britische Regierung im Juni 2025 erst einmal stoppte. Großprojekte sind eben auch verletzlich.
2. China baut, Texas dachte voraus
China spannt Ultrahochspannungs-Leitungen über 3.000 Kilometer quer durchs Land. Und Texas? Baute schon vor Jahren zuerst die Leitungen — in der Erwartung, dass die Windräder dann schon kommen würden. Sie kamen.
3. Als der Windpark auf die Leitung wartete
In der deutschen Nordsee standen fertige Windparks still, weil die Anbindung ans Netz sich verzögerte — und für den nicht gelieferten Strom wurde am Ende trotzdem gezahlt. Die Leitung ist der Engpass, nicht der Wind.
4. Mehr Leitung — oder mehr Klugheit?
Netzausbau dauert und kostet. Speicher und verschobene Last können einen Teil davon ersetzen — Strom dort puffern und nutzen, wo er anfällt, statt ihn über immer neue Trassen wegzuschaffen.
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Und was hat das mit uns zu tun?
Eine Menge. Die teuren Riesenleitungen lösen ein echtes Problem — aber sie sind nicht die einzige Antwort, und schon gar nicht die schnellste. Jede Kilowattstunde, die dort genutzt wird, wo sie entsteht, muss nicht quer durchs Land transportiert werden. Genau das ist unser Hebel: die zeitliche Erweiterung des §13k EnWG macht den Überschussstrom an der Ladesäule nutzbar, wenn Wind und Sonne ihn im Überfluss liefern — statt ihn abzuregeln oder über neue Trassen wegzuschieben. Nicht mehr Leitungen zuerst, sondern den Strom klüger nutzen. Das entlastet das Netz, statt es zu vergrößern.
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