Hallo zusammen,
heute ist Muttertag. Ein guter Anlass, kurz daran zu erinnern, wofür wir das hier eigentlich tun: für eine Energieversorgung, die noch funktioniert, wenn unsere Kinder erwachsen sind. Danke an alle Mütter unter euch — und an alle, die heute ihrer gratulieren.
Heute ein Stück Realität, das wehtut — und genau deshalb erzählen wir es.
Mal ums mal eine vertane Chance — für Geldbeutel und Klima.
Gestern und heute wurde im deutschen Stromnetz über zwölf Stunden lang erneuerbarer Strom abgeregelt — also Solar- und Windanlagen aktiv heruntergefahren, weil das Netz „zu voll" war. Gleichzeitig stehen Millionen E-Auto-Akkus ungenutzt in Garagen.
Das ist nur ein regulatorisches Problem. Die Hardware steht. Die Energie ist da. Was fehlt, sind Marktregeln, dynamische Tarife flächendeckend, und der politische Wille, rollende Speicher (E-Autos) unverzüglich zur dezentralen Stütze des Netzes zu machen.
Konkret: Allein die in Deutschland zugelassenen E-Autos verfügen heute über mehrere Hundert Gigawattstunden verfügbarer Speicherkapazität — ein Vielfaches dessen, was an einem Tag abgeregelt wird.
Was wir verschenken, ist kein Strom. Es ist unsere Zukunft.
Allein in der vergangenen Woche kamen über 500 neue Unterstützer:innen dazu — unsere Liste hat sich vervierfacht. Danke!
Wir merken, dass wir einen Nerv treffen. Erste Medien-Anfragen kommen rein, einzelne Verbände signalisieren Interesse. Das wird etwas.
Ihr schreibt uns wirklich großartige Mails. Tipps zu Tarifen, Hinweise auf Studien, technische Korrekturen, persönliche Geschichten zum bidirektionalen Laden — bitte weiter so! Eure Rückmeldungen formen diese Kampagne.
Eine kleine Auswahl der Themen, die ihr uns zugetragen habt (anonymisiert, mehr in den nächsten Newslettern):
• „Warum reden alle über Großbatterien, wenn jeder zweite Carport schon einen Speicher auf Rädern hat?"
• Hinweise auf Pilotprojekte zu V2G in den Niederlanden und Frankreich
• Frust über Netzbetreiber
• …
Der gerade beschlossene Tankrabatt ist auf zwei Monate befristet. Jeder weiß: Die Energiekrise wird länger anhalten als das. Spätestens in wenigen Wochen rollt die Verlängerungsdebatte an — getrieben von denen, die schon 2022 am lautesten profitiert haben.
Die Frage, die wir jetzt stellen müssen — bevor sie unter Lobbydruck verschwindet:
Wie lange wollen wir mit Steuergeld SUVs, Boliden und Raser unterstützen?
Die Haushaltslage erlaubt das auf Dauer ohnehin nicht. Es ist Zeit für die Alternative. Und die liegt auf der Hand:
Wer sein eigenes Auto mit selbst erzeugtem oder Überschussstrom für 5–8 Cent/kWh lädt, ist von dieser Lotterie unabhängig. Wer auf Verbrenner und Tankstelle angewiesen bleibt, zahlt jede geopolitische Krise — egal woher sie kommt — direkt an der Säule.
Ein Argument, das jeden überzeugen sollte. Besonders, weil die Speicher schon da sind: In deutschen Auffahrten rollen heute mehr als 8 Atomkraftwerke an Anschlussleistung und 30 Pumpspeicherkraftwerke an Akkukapazität — und es sollen bis 2030 fünfmal so viele werden.
Kennt ihr jemanden mit einem E-Auto? Dann ist diese Person genau richtig für uns — und wir für sie. Jeder dieser Akkus ist ein potenzieller Baustein einer dezentralen, demokratischen Energiewende.
Weiterleiten, Link teilen, kurzer Kommentar in der Familien-Chatgruppe — das wirkt.
Wer die heutigen Abregelungen mit eigenen Augen sehen will — hier sind die Zahlen, live:
→ Energy Charts — aktuelle Erzeugung & Abregelung
Wenn wir es schaffen, in den nächsten Wochen genug Familien mit E-Fahrzeug in Stellung zu bringen, könnte die Schlagzeile im Sommer lauten:
(Ja, in BILD-Lettern. Wir nehmen, was wir kriegen können.)
Tragt euch ein. Erzählt es weiter. Jede Stimme zählt — und sie zählt jetzt, nicht später. Wenn jeder sein Umfeld, so viel wie möglich, also mindestens 3 einbringt, dann schaffen wir das!
Was wir verschenken, ist kein Strom. Es ist unsere Zukunft.
Euer ladefreun.de-Team
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